Die Astronomieseite von N.T.L.
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Schon immer habe ich mich sehr stark für Astronomie interessiert.
Bereits mit 10 Jahren, bewaffnet mit einem 10-30x30 - "Refraktor" und
einem alten, ziemlich wackligen Photostativ habe ich an vielen kalten
Winterabenden krampfhaft versucht, irgendwelche Himmelsobjekte vor
die Linse zu kriegen. Und das meist mit eher miesem Erfolg. Klar eigentlich,
war doch die Optik derart schlecht, daß man bei 30-facher Vergrößerung
nicht mal terrestrische Objekte richtig scharf kriegte. Meine damalige
Ausbeute waren der Mond, Venus (war grade so als Sichel erahnbahr),
Jupiter, Saturn (war bei 30-fach leicht oval), Mars, einige Sterne und die
Plejaden. M42, obwohl ich genau wußte, wo er war, und auch das
Schwertgehänge des Orion im Visier hatte, war einfach nicht zu knacken.
So zog ich mich mehr in das Studium astronomischer Bücher zurück,
welche Objekte mit welchen Öffnungen sichtbar sein müßten, und gab
dan das Hobby mehr oder weniger enttäuscht auf.
Dann kam Hyakutake, den ich mit dem 210er Tele auf der festmontierten
Spiegelreflexkamera halbwegs erfolgreich abgelichtet hatte. Er saß also
immer noch in mir, der Astro-Virus.
Vor zwei Jahren gabs dann bei Aldi mal den 76mm-Newton. 150 Mark, dachte
ich, den könnte man sich eigentlich zulegen. Also, ich mit der Schieblehre
zu Aldi, und den Okularauszug gemessen, von wegen wie das wäre mit Zubehör
und so. Beim Fotofachhandel hab ich mir dann einige Prospekte geholt und
zwei Wochen lang gewältzt. Und dann war die Entscheidung da: Das erste
"richtige" Teleskop:
Dörr/Danubia Saturn 45 Reflektor nach Newton
Öffnung 4,5", Brennweite 900mm, 1,25"-Okularauszug
EQ2-Montierung mit 2 biegsamen Feintriebwellen.
Nach ersten "Orientierungsschwierigkeiten" am Himmel gabs damit schon die
ersten wirklich befriedigenden Beobachtungen. Auf Jupiter einige Wolken-
bänder und die Monde, Saturn zeigte zum erstenmal wirklich seine Ringe,
bei gutem seeing sogar die Cassiniteilung, und auch das Auffinden von
deep-sky-Objekten gelang immer besser. Mit der Kamera an der Gegenge-
wichtsachse gabs dann die ersten handnachgeführten Sternfeldaufnahmen.
Detaillierte Beobachtungsresultate gibts in meiner Rubrik "Beobachtungsberichte".
Dieses Instrument wurde Ende August 2001 gegen einen etwas größeren Newton
mit 5,1" ersetzt, der alles in allem von der mechanischen Qualität her robuster ist.
Im Sommer 2000 fand ich dann im Internet ein Angebot über einen gebrauchten
Newton, ein halbes Jahr alt, nur wenige male benutzt, noch mit Werksgarantie.
Mein zweites, das "große" Teleskop, mein jetziges Hauptinstrument:
Meade Starfinder Reflektor nach Newton
Öffnung 10", Brennweite 1140mm, 2"-Okularauszug
Äquatoriale Montierung mit Zweiachsensteuerung
Natürlich waren die Resultate noch besser und jetzt hab ich endlich die Möglichkeit,
astrophotographische Fortschritte zu erlangen.
Nun gabs in einer Supermarktkette ein kompaktes Teleskop auf einer äquatorialen
Montierung, dessen Kritiken in diversen Astronomie-Newsgroups wirklich hervorragend
waren. Also beschloß ich mich, ein solches als kompaktes Reiseteleskop und Leitrohr
zu erstehen.
Optus Refraktor nach Fraunhofer
Öffnung 2,75" (70mm), Brennweite 700mm, 1,25"-Okularauszug
EQ-2-Montierung (neue Version) mit 2 biegsamen Feintriebwellen.