Hallo Sternenfreunde,
Nach den gestrigen Beobachtungen wollt ich die Beschreibung der Objekte
des Monats wegschicken, und was muß ich feststellen? Im Eifer der ausgiebigen
gestrigen Beobachtungsnacht hab ich zwei der Objekte verpaßt. Zu dumm!
Jetzt muß ich heut gleich nochmal spechteln. Bei dem klaren Himmel und dem
immer noch recht milden Wetter war das aber nicht weiter ein Problem für
Bärbel und mich.
Hier aber erstmal die technischen Daten:
Teleskop:
Dörr Atlas 2000, 130mm-Newton auf äquatorialer Montierung und Holzstativ; Hauptspiegelbrennweite 900mm, macht ein Öffnungsverhältnis von 1:6,9
Okulare:
26mm-Plössl von MEADE, Serie 4000 (35-fache Vergrößerung) 7mm Ortho von Celestron (128-fache vergrößerung)
6,3mm-Kellner von Bresser (143-fache vergrößerung)
5mm Eudiascopic von Baader (180-fache Vergrößerung)
Sonstiges:
2x-Barlowlinse, Celestron ultima, 3-linsiger Achromat mit Luftspalt
Baader Skyglow Filter
Astronomik UHC-Filter
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Zeitpunkt:
11. Oktober 2001, 20:00-22:45
Visuelle Grenzgröße:
ca. 5mag0
Durchsicht:
befriedigend bis gut
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Doppelsterne:
-
Galaxien:
M31, M32, M33, M110, NGC 7331, NGC 891, NGC 7479
Kugelsternhaufen:
M15
Offene Sternhaufen:
-
Planetarische Nebel:
NGC 7662, NGC 7293
Gasnebel:
NGC 281
Sonstiges:
-
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Diesmal wollte ich neben den beiden noch fehlenden planetarischen Nebeln
aus Harry's Objekten des Monats ein paar Galaxien beobachten.
Zunächst der blaue Schneeball genannte NGC 7662 in der Andromeda.
Dieses Objekt fällt schon im Übersichtsokular unter den nicht grade wenigen
punktförmigen Sternen wegen seiner Unschärfe und seinem eigentümlichen
Farbstich auf. Bei 180x zeigt er, ähnlich wie auch bei 35x, einen auffallend
starken Blinkeffekt. Der UHC bringt bei diesem kompakten Objekt hoher
Flächenhelligkeit nichts.
NGC 891 ist beim besten Willen nicht zu lokalisieren, wieder einmal hat die
derzeit hohe Luftfeuchtigkeit ihren Tribut gefordert. Um es vorweg zu nehmen,
auch NGC 7479 konnte ich nicht finden, aus dem selben Grunde. Aber der
Zehnzöller steht schon bereit...
M31 und M32 sind sehr schön zu beobachten. Grade bei M31 kann man,
wenn man sich Zeit nimmt, im Halo doch eindeutig Helligkeitsunterschiede
wahrnehmen. Grade M31 wird häufig als strukturloser Lichtfleck bloß mal
so eben auf die Schnelle abgehakt, ein Fehler, den ich auch lange Zeit
begangen hab. Und doch gibt M31 so viel her, grade, wenn man einige
Beobachtungserfahrungen gesammelt hat.
M110 ist richtiggehend auffällig hell und wirkt im Zentrum leicht grieselig,
irgendwie drängt sich mir bei M110 immer der Vergleich mit einem schwachen,
wenig konzentrierten Kugelsternhaufen auf, auch wenn das Objekt natürlich
deutlich großflächiger ist.
Auch M33 ist bei 35x zwar schwach, aber eindeutig als 0,5° großer Lichtfleck
zu sehen. Der Skyglowfilter bringt eine leichte Verbesserung.
NGC 7331 ist als schwache, ziemlich genau Nord-Süd-orientierte Spindel bei
35x sichtbar. Auch hier bringt der Skyglow den Galaxienkern besser rüber.
Ein weiterer Versuch mit dem Skyglow liefert auch bei M110 einen gesteigerten
Kontrast.
Da M15 grade so hoch am kulminieren war, wurde der von Enif aus auch mal
wieder besucht. Bei 35x strahlend weiß, bei 128x wird er in den Randgebieten
schon deutlich körnig. Und bei 180x werden im Randbereich bei längerem
Betrachten sogar erste Einzelsterne sichtbar! 360-fache Vergrößerung, so
wie ich sie am Zehnzöller leicht an Kugelsternhaufen einsetzen kann, ist hier
aber doch überzogen.
Als Abschluß gabs dann noch ein UHC-Objekt, den Gasnebel NGC 281 in der
Cassiopeia. Ohne UHC so gut wie nichts, ist doch eine Sterngruppe mit UHC
deutlich in einen Nebelschleier gebettet.
Eine durchziehende Wolkenfront gemahnt justament zu diesem Zeitpunkt ans Bett,
denn gestern wars auch schon sehr spät.
Viele Grüße und weiterhin viele sternklare Nächte Euch allen,
Markus
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