Hallo Sternenfreunde,
Am Mittwoch hab ich ja mit dem Zehnzöller Jupiterfotos geschossen. Diese gibts
demnächst in meiner Astrogalerie (->Hier) zu sehen.
Da es am Donnerstag Abend auch wieder aufklarte, wollte ich, bevor der Mond
aufgeht, mir gleich den Thriller des Monats Februar vornehmen. Da es auch mit
ein paar Grad plus erträglich mild war, ham wir auch einige Zeichnungen
gemacht. Hier aber erstmal wie gewohnt im Telegrammstil die Randbedingungen.
Teleskop:
Dörr Atlas 2000, 130mm-Newton auf äquatorialer Skyview-Montierung mit Polsucher auf Alustativ; Hauptspiegelbrennweite 900mm, macht ein Öffnungsverhältnis von 1:6,9
Okulare:
32mm Plössl von Celestron
26mm-Superplössl von MEADE, Serie 4000 (35-fache Vergrößerung)
14,5mm Erfle
12,5mm Ortho von Vixen
7mm Ortho von Celestron (128-fache vergrößerung)
6,3mm-Kellner von Bresser (143-fache vergrößerung)
5mm Eudiascopic von Baader (180-fache Vergrößerung)
Sonstiges:
2x-Barlowlinse, Celestron ultima, 3-linsiger Achromat mit Luftspalt
Baader Skyglow Filter
Astronomik UHC-Filter
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Zeitpunkt:
31. Januar 2002, 19:30-22:00
Visuelle Grenzgröße:
ca. 4mag
Durchsicht:
mäßig
Seeing:
gut
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Doppelsterne:
Beta Monocerotis
Galaxien:
-
Kugelsternhaufen:
-
Offene Sternhaufen:
NGC2324, NGC2301, Do25, NGC2360
Planetarische Nebel:
-
Gasnebel:
-
Sonstiges:
-
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Es stand also die Monoceros-Gegend auf dem Programm. Begonnen hab ich mit NGC2324.
Dieser Sternhaufen war aber aufgrund der doch bescheidenen Grenzhelligkeit von
etwa 4mag praktisch nicht zu sehen. NGC2301 hingegen präsentierte sich schön
als Sternansammlung an einer Y-förmigen Sternverzweigung. Vor allem bei 72x ist
der Sternhaufen formatfüllend bequem beobachtbar. Insgesamt kann man rund 25
Einzelsterne erkennen. Sowohl Bärbel als auch ich haben eine Zeichnung des Objekts
angefertigt.
NGC2301 am 31.01.2002, 5,1"-Newton bei 72x
gezeichnet von Markus Langlotz
 NGC2301 am 31.02.2002, 5,1"-Newton bei 72x,
gezeichnet von Bärbel Langlotz
Hieraus kann man gut das unterschiedliche Wahrnehmungsvermögen sehen. für mich war
die Sternansammlung weniger dicht, ich konnte nur die paar Einzelsterne aus dem Hintergrund
rauslösen.
Interessant ist auch der Vergleich mit einer am Zehnzöller entstandenen Zeichnung
in einem früheren Beobachtungsbericht (->Hier), die ich hier auch nochmals einfügen
möchte:
NGC2301 am 4.1.2002, 10"-Newton, f=1140mm bei 78x
Hinweis: Diese Perspektive ist gegenüber den anderen beiden Bildern um 90° gedreht. Ich
finde, die Bilder spiegeln recht gut den Detail- und Helligkeitsgewinn vom 5-Zöller zum
10-Zöller wider.
Dolidze 25, mein Thriller des Monats Februar, ist von NGC2301 aus problemlos zu
lokalisieren, einfach etwas nach Westen geschwenkt, wo eine sehr auffällige, T-förmige
Sternformation die Mitte zwischen NGC2301 und Do25 markiert. Bei 53x bildet ein Dutzend
Sterne in etwa die Form einer Wünschelrute. Bei 60x und längerem Beobachten wird die
interessante Anordnung der Sterne noch deutlicher erkennbar. Da von Do25 nicht mal
im NSOG eine Abbildung existiert, hab ich das Objekt natürlich gezeichnet:
Dolidze 25 am 31.01.2002, 5,1"-Newton, f=900mm bei 60x
NGC2360 in canis major ist ein etwa 10' großes Oval aus in etwa gleich hellen, weißen Sternen,
aber der leicht dunstige Himmel und die noch niedrige Lage machen eine Detailwahrnehmung
nicht unbedingt optimal. Am besten bei 50-60-facher Vergrößerung zu erkennen.
Als Abschluß wollte ich dann noch einen Doppelstern trennen, so zur Abwechslung. Aus dem
Doppelstern wurde dann ein Vierfachstern: Beta monocerotis. Normalerweise machen ja 248"
Abstand nicht viel her. Aber hier: Eine mittelhelle Komponente, darüber in 248" eine hellere,
knapp drüber eine noch hellere und dann leicht abknickend und noch näher nochmals eine
auffalend blauweiße Komponente. Eine äußerst sehenswerte Mehrfachsternkonstellation!
Alle drei bei 180x schön aufgelöst. Das ganze ist in folgender Zeichnung zu sehen:
Beta Monocerotis am 31.01.2002, 5,1"-Newton, f=900mm bei 180x
Nachdem jetzt der Mond und dann auch noch Wolken kamen, wars das mal wieder. Hoffentlich folgen
jetzt im Februar noch ein paar wirklich gute Nächte, damit wir uns mal auf der Außenstation
die Puppissternhaufen vornehmen können.
Viele Grüße und weiterhin viele sternklare Nächte Euch allen,
Markus
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