Hallo Sternenfreunde,
Heuer durfte der Optimus (70mm f/10 FH-Refraktor) mit nach Griechenland, auf die
Kykladeninsel Milos. Was wir da astronomisch so alles mitgemacht haben,
aber auch einiges mehr, findet sich in nachfolgendem Beobachtungsbericht.
Orange sind meine Texte, das gelb Gedruckte stammt von Bärbel.
Folgende Daten hatte unser Beobachtungsort:
Insel: Milos, Kykladen.
Ort: Kastro oberhalb Plaka
Höhe: ~222m ü.N.N.
36°44'35" N / 24°25'28" E
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Die zusätzlichen 12° südlichere Lage gegenüber Bayern bringen schon einiges! So
war auch noch Ende September der Skorpion komplett über dem 750m hohen
Hauptberg der Insel, dem Profitis Illias, zu sehen! Der Schütze erreicht bei uns
nicht gekannte Höhen über dem Horizont und verschwindet nicht gleich hinter jedem
Hausdach!
Hier aber erstmal kurz die Beobachtungsdaten im Telegrammstil:
Teleskop:
Optus 70mm-FH-Refraktor, f=700mmm auf EQ2-neu (Optimus I)
Okulare:
32mm Superplössl
26mm Superplössl (27x), 14,5mm Erfle (52x), 7mm Ortho (100x)
Sonstiges:
Astronomik UHC-Filter
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Zeitpunkt:
9. September 2002 - 30. September 2002
Visuelle Grenzgröße:
ca. 5,5mag
Durchsicht:
gut
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Doppelsterne:
Gamma Delphini
Galaxien:
M31, M32
Kugelsternhaufen:
M22, M13, M10, M28, NGC6388, NGC6541, NGC6723
Offene Sternhaufen:
NGC6231, M25, NGC6530, M21
Planetarische Nebel:
M57
Gasnebel:
M8, M20, M17, M16
Sonstiges:
Venus, M24, Feuerkugeln
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Urlaubsspechteln oder: Optimus als Garantie für schlechtes Wetter in Griechenland
Nachdem ich mich also hatte breitschlagen lassen,den Optimus mitzunehmen, derselbige auch heil den Flug MUC-Athen, Athen-Milos (in einer 19 Sitze zählenden Dornier-Propellermaschine) überlebt hatte, machten wir uns in dem malerischen Bergdorf Plaka, das Markus wahrscheinlich nicht ohne Hintergedanken zu unserem Feriendomizil erwählt hatte, auf, einen geeigneten Spechtelplatz zu suchen.
Klar hatte ich den Taxifahrer am Flughafen primär in das Dorf Plaka fahren lassen, da dieser Ort zum Einen in den Reiseführern als einer der schönsten der Insel bezeichnet wird. Und zum anderen liegt Plaka eben etwas erhöht auf einem Hügel, so daß man nicht direkt im abendlichen Meeresdunst versinkt, wenn man mal spechteln will.
Der höchste Berg bietet sich da natürlich an, aber warum müssen die ausgerechnet das Kastro unter Flutlicht setzen?? Da ist es ja bei uns in Neutraubling finsterer!!
Versteckt hinter einem Haus sind wir dann endlich fündig:
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ideale Horizontsicht auf dem Abhang über dem Meer, gegenüber nur der fast unbewohnte Südteil der Insel, keine störende Beleuchtung ,
vom Dorf tönt nur griechische Musik aus der Taverne zu uns herauf - einfach nur noch genial!! Soweit so gut . Unsere weitere Strategie:
zuerst im Cafe Utopia Sonnenuntergang bei einem Drink photographieren, dann mit dem Optimus hinauf aufs Kastro und nach Herzenslust spechteln.
Das versuchten wir am 13.09. zum ersten Mal im die Tat umzusetzen.
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Wie bereits gesagt:
Ein Cocktail zum Sonnenuntergang muß schon drin sein!
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Dann mußte nur noch bis zum Sonnenuntergang gewartet werden...
Wie man sieht, sind die Schleierwolken grade dabei, sich zu verziehen, und so konnte, kurz nachdem die Sonne verschwunden war, die erste Beobachtung unter griechischem Himmel vollzogen werden!
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Wunderschön leuchtete uns noch im Sun-down-Himmel die Venus entgegen , der Optimus offenbarte sie uns noch im Cafe als Halbmond;
Das erste Objekt war also unser Nachbarplanet Venus. Bereits bei 28x war die Sichelgestalt des Planeten wunderbar und gestochen scharf zu erkennen. Bei 52x würde ich die Phase auf rund 25% schätzen. An der Hell- Dunkelgrenze der Venus war ein sanfter Helligkeitsabfall zu erkennen, der Terminator der Venus ist also kein scharfer, abrupter Übergang, sondern ein ganz schmaler Helligkeitsverlauf.
Natürlich habe ich die Vergrößerung noch auf 100x gesteigert, allerdings bringt dies an Venus keine weiteren Details mehr zu Tage, da die blendendweiße Schwefelsäureatmosphäre der Venus keinen Blick auf ihre Oberfläche zuläßt. Mittlerweile war es also zusehends dunkler geworden, immer mehr helle Sterne tauchten aus dem violett gefärbten Himmel auf - ein guter erster Beobachtungsabend kündigte sich an.
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Als dann Arktur sein Stelldichein gibt, wird Markus schon langsam unruhig: "I'd like to pay, please..." Zu mir:"der Ober ist heute aber aufreizend
langsam!!" Seine Geduld wird dann noch mal auf die Probe gestellt, weil der Grieche uns nach dem Zahlen noch einen Mini-Drink
(wahrscheinlich Kahlua mit Sahne, mmmh) spendiert. Dann aber im Laufschritt rauf aufs Kastro und da leuchtet auch schon mein Skorpion herunter!
Endlich!!! Wie lange hab ich mich schon darauf gefreut es endlich mal ganz zu sehen!! Markus ist mittlerweile schon erfolgreich und zeigt mir
NGC 6231, danach M25 und M22.
Die Götter waren uns aber anscheinend nicht günstig gestimmt, es zogen immer wieder Wolken durch unser "Gesichtsfeld" und der Wind blies
immer unsere Karkoschka-Kerze aus. Überhaupt hatten wir Äolos anscheinend schwer verärgert, aber dazu später....
NGC6231 findet sich etwa 4° südlich der Sterne µ1 und µ2 Scorpionis. Etwa 1/2° nördlich zweier Sterne ist eine Y-förmige Ansammlung
von recht hellen Sternen zu finden. Der Sternhaufen ist, da der Mond nahe bei Antares steht, und immer wieder Dunst und Wolken über
die bergige Westhälfte der Insel ziehen, grade eben so zu halten. Irgendwie erinnert er mich von der Form her an die Plejaden. Das muß
aber an einem klareren Abend noch überprüft werden! Wegen des Mondes also ein Schwenk zu einem wirklich hellen Objekt, dem
Mega-Kugelsternhaufen M22! Schon bei 28x erkennt man dessen enorme Größe und, daß er recht locker gestreut ist. Bei 52x werden mehr
und mehr Einzelsterne erkennbar. Auch bei 100x - diese Vergrößerung verträgt M22 trotz nur 70mm Öffnung noch klaglos - zeigt er eindeutig
helle Einzelsternspreckel! Und das bei 4m3-Himmel die paar Grad vom Mond entfernt. Interessant ist da natürlich der direkte Vergleich zu
M13, der sehr sehr hoch im Westen, fast schon zenithnah, steht. Hier - weitab vom Mond - liegt die Grenzgröße bei etwa 5m5, also über
eine Größenklasse über der im Sagittarius. Wundervoll hell strahlt da M13 vom schwarzen Himmelshintergrund, bei 52x deutlich grieselig
mit sich ausdünnenden Randbereichen. Bei 100x ist M13 deutlich kompakter wie M22, allerdings sind trotz besserem Himmelshintergrund
keine Einzelsternspreckel erkennbar, auch nicht indirekt! Die hellsten Einzelsterne in M22 sollten damit um mindestens 1,2mag heller sein
als in M13! Eine weitere Premiere ist für uns M25, ein offener Sternhaufen im Schützen, er wirkt wie eine Miniatur des Sternbilds Schütze
selbst. Seinen Durchmesser schätze ich auf rund 10'. 4° östlich davon findet Bärbel eine helle Sternenkette, die, wie sich später herausstellt,
wohl schon zu M24 gehört. Der Versuch, M25 zu zeichnen, scheitert kläglich - so ohne Taschenlampe und mit vom Wind ausgeblasenen
Kerzen. Es ist also beschlossene Sache, eine Taschenlampe muß her!
Bei unseren folgenden Aktionen waren wir ähnlich erfolgreich; immerhin waren wir mittlerweile im Besitz einer Taschenlampe -
nichtsahnend packte die Verkäuferin diese in eine rote(!!) Tüte - unsere Augenadaption war damit gerettet. Als weiteres Erschwernis
"erfreute" uns jetzt Madame LUNA, die den jetzt natürlich megaklaren Sternenhimmel erhellte!
Aber der Mond sorgt auch für die nötige Urlaubsromantik, so beispielsweise über dem antiken Theater von Milos, in dessen Nähe auch die in den Louvre "verschleppte" Venus von Milo gefunden wurde. Man sieht auf dem Bild den Vollmond über den Ruinen des antiken Theaters. Dies ist keine Fotomontage, vielmehr wurde während der mehrsekündigen Belichtungszeit das Blitzgerät mit roter Filterscheibe so gezündet, daß die Lichtmenge zur Entfernungs- /Blendenkombination der Kamera paßt.
Schön ist auch zu sehen, daß es die Nächte um Vollmond natürlich vollkommen wolkenlos war....
Zwischenzeitlich beobachtete ich von unsrem Bergdorf aus -
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direkt vor der Haustür aus einer schmalen Gasse heraus - M57, der trotz mondverseuchtem Himmel mit UHC bei 52x doch
schon deutlich als Ring erkennbar war. Für mehr Details war allerdings wieder mal der Himmel nicht gut genug. Der Doppel-
stern Gamma Delphini hingegen war wunderbar zu trennen, er ist in E-W-Richtung orientiert, die östliche Komponente ist
heller und goldgelb, die schwächere westliche Komponente erstrahlt in einem eigenartig fahlen Olivgrün. Den Helligkeits-
unterschied schätze ich auf etwa 0,5mag. (4m3;5m1;9,2").
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Weitere Ausflüge auf den Kastroberg bescherten uns noch die Kugelsternhaufen M28 und M10, sowie wiedermal M22.
M28 ist ein kleiner Kugelsternhaufen mit einem sehr hellen Nukleus. Bei 52x steht er so im Okular, daß er mit zwei kleinen Sternen ein flaches Dreieck bildet. Mehr war leider nicht zu erkennen. Auch M10 war bei 52x nur als diffuser Lichtfleck zu sehen, ein recht lockerer Kugel-sternhaufen. Der Mond sorgt leider immer noch für recht schlechten Kontrast. M31 ist zwar riesengroß zu sehen, für Details wie Staubbänder ist allerdings der aufgehellte Himmel alles andere als geeignet. Immerhin, auch M32 offenbart sich als kleine, runde und auffallend helle Galaxienscheibe. Auch der dicke M22 zeigt heute keine Einzelsterne, also warten wir auf die nächste Beobachtungsnacht. Diese ließ zwar etwas auf sich warten, sollte dafür aber um so besser sein!
Auf dem Foto erkennt man links den Kastroberg, rot gekennzeichnet unseren Spechtelplatz. Rechts darunter in der Senke liegt Plaka, unser Bergdorf.
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Am 26. 09. war dann endlich unsere (nächtliche) Stunde gekommen. Wir versuchten unseren Spechtelplatz einzunehmen, aber oben erwähnter Hüter des Windes (Äolos) hatte da anscheinend was dagegen: um ein Haar hätte es unseren Optimus davongeweht-keine Chance irgenwelche Sternhaufen-oder -wolken zu beobachten!
Also mußten wir unseren Beobachtungsplatz etwas nach Richtung Plaka, also gen Süden verlegen. Da war zwar etwas mehr Streulicht von
Plaka zu sehen, aber die Böen bestimmt statt Windstärke 6 bis 7 nurmehr 4 oder 5. Der Himmel war natürlich jeglichen Dunstes durch
Äolos' brachiale Gewalten beraubt, und so konnte man die Milchstraße direkt bis zum Gipfel des Profitis Illias verfolgen. M8, M22 waren
mit bloßem Auge zu sehen, der Skorpion Breitete sich über den Bergen majestätisch aus. Die Musik aus der Taverne, sonst unser ständiger
Spechtelbegleiter, drang wegen des heftigen Windes heute nur ab und an in zusammenhanglosen Fetzen an unser Ohr. Allein dieser eine
Spechtelabend wäre es Wert gewesen, den Optimus mit nach Milos zu nehmen!
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Hier sieht man mal den nächtlichen Blick vom Kastroberg, der höchste Berg mit dem Sender, links neben dem Teleskoptubus, ist der 748m hohe Profitis Illias, der im SSW steht. Der linke Bildrand markiert in etwa die Südrichtung. Das Foto entstand durch zweiminütige Belichtung bei f/1,4.
Nun aber zurück zum Spechtelabend am 26. Begonnen haben wir mit dem Skorpion, da dieser als erster untergeht. Diesmal bestätigte sich, daß NGC6231 tatsächlich wie eine kleine Version der Plejaden wirkt.
Man erkennt ein halbes Dutzend heller, weißer Sterne in etwa Y-förmiger Anordnung.
Folgende Zeichnung habe ich von NGC6231 angefertigt:
NGC 6231, 70mm f/10 FH-Refraktor bei 52-facher Vergrößerung
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Als nächstes wollten wir NGC6124 erlegen, der war aber leider schon hinter die Berge abgetaucht. Aber es gab schon noch ein paar
Premieren! Der Kugelsternhaufen NGC6388 sollte mit fast -45° Deklination unser südlichstes je beobachtetes Objekt werden. Der
Kugelsternhaufen bildet mit 2 Nachbarsternen einen flachen, nach Norden gerichteten Winkel. Bei 28x diffus, aber direkt deutlich
sichtbar. Keine weiteren Details. Bei 52x ergibt sich das typische Bild eines schwachen Kugelsternhaufens. Er scheint nach Norden
hin etwas aufzufächern. NGC6541, ebenfalls ein Kugelsternhaufen, schon in der Corona Australis beheimatet, ist etwas heller und
größer, dabei auch etwas lockerer gestreut. Bei 52x ist er deutlich grieselig, auch bei 100x ist er noch gut zu halten, da erscheint er
recht groß und diffus granulär, er macht auf mich einen leicht ovalen Eindruck.
Bei 52x ist ein helles Zentrum erkennbar, außen herum leicht grieselig. Der Kugelsternhaufen ist nicht ganz rund, eventuell sind
strahlenförmige Arme zu erkennen.
Noch besser gibt sich der nächste Kugelsternhaufen, NGC6723. Da Corona Australis komplett im Sucher Platz findet, ist NGC6723
auch in Nullkommanix gefunden. Schon bei 28x ist er sehr groß, hell und granulär. Sehr leicht auffindbar! Bei 52x deutlich grieselig,
nur leichter Helligkeitsanstieg zum Zentrum hin, allerdings sind keine Einzelsterne erkennbar. Super! Bei 100x ist er etwa 1/4 Bildfeld
groß (0,1°) und es grieselt gewaltig, fast beginnt hier schon die Auflösbarkeit des haufens!
M22: Hü hüpf! Springt einen so richtig aus den übrigen Sternen entgegen. wirkt bei 52x wie ein explodierender Feuerwerkskörper.
Ja, bei 52x ist M22 wirklich ein faszinierend heller Kugelsternhaufen, bis zum Rand hin fast konstante Helligkeit, es sind schon
Einzelsterne zu sehen, die ab und an deutlich durchfunkeln! Die Milchstraße verschwindet im Schwanz des Skorpions genau
zwischen den Bergen. Welch genialer Anblick!
M8, der Lagunennebel, springt einen auch ohne UHC bei 21x sofort an. Kunststück, ist er doch auch mit bloßem Auge als leuchtendes
Wölkchen am Westrand der Milchstraße zu erkennen. Im Zusammenspiel mit dem offenen Sternhaufen NGC6530 - ich zähle ein,
zwei Dutzend Sterne - ein am Himmel fast schon einzigartiger Anblick. 28x mit UHC ist die reinste Offenbarung! Wie weit sich doch
diese Gasmassen ins All erstrecken! Phantastisch. Mit dem Erfle und dem UHC zoome ich mich auf 52x heran. Mir fehlen die Worte!
Die Lagune, die Strukturen im Nebel, gepaart mit dem Sternhaufen. Ohne UHC kommt zwar letzterer klar dramatischer rüber, aber
der Nebel verliert an Kontrast. Also auch bei nur 70mm Öffnung bringt's der UHC! M20 ist bei 28x mit UHC schwach aber klar als
ovaler nebelschein erkennbar, die Elefantenrüssel jedoch sind nicht sichtbar. Genialster Anblick ist allerdings im 32er Okular bei
22x und 2,3° wahrem Gesichtsfeld! Hier erkennt man schön die dreieckige Form, die die umgebenden Sterne bilden, an der Spitze
des Dreiecks sitzt der kleine, aber helle offene Sternhaufen M21. Das Ganze schaut aus wie ein Tannenbaum, der ovale Nebel M20
würde dabei den Stamm markieren, M21 die Spitze. M21 selbst zeigt sich bei 52x als kleiner, zweigeteilter Sternhaufen aus je
etwa einem halben Dutzend Sterne, wobei der nördliche Teil der hellere ist. Zwischen beiden "Hälften" von M21 ein auffallend
sternarmes - oder gar sternenleeres - Gebiet. Um 21:55 saust eine etwa -4m helle orangefarbene Feuerkugel von Vega ausgehend
in den hercules. zwei Minuten später noch eine grüne feuerkugel vom Kopf des Draco auch in den Hercules. Hier meine ich sogar,
ein Pfeifen gehört zu haben, das deutlich höherfrequenter klang wie der allgegenwärtige Wind. M25 finde ich als einen der schönsten
offenen Sternhaufen, und so wollte ich die an den Schützen erinnernde attraktive, helle Sternenfigur zeichnerisch festhalten. Aber
die erste Zeichnung wollte gleich Bärbel machen, also: Ladies first. Hier beide Bilder im Vergleich:
M25 bei 52x,
70mm f/10 FH-Refraktor
Bärbel Langlotz
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M25 bei 52x,
70mm f/10 FH-Refraktor
Markus Langlotz
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M17, der Schwanen- oder Omeganebel, eines von Bärbels Lieblingsobjekten, durfte natürlich auch nicht fehlen. Bei 28x
ohne UHC schon deutlicher Nebel, länglich, nach einer Seite auffallend scharfkantig begrenzt. Mit UHC fast schon als
Schwan zu sehen. Bei 52x mit UHC ist dann der Schwan ganz deutlich, um zwei hellere Sterne unmittelbar "oberhalb"
des Kopfs des Schwans ist ebenfalls Nebel zu sehen. Spiegelsymmetrisch zum Schwanenkörper sehe ich nochmals
einen ähnlich geformten, schwächeren und dickeren Nebel, wie ein verwaschenes Spiegelbild des Schwans. Dies
würde zusammen mit dem Schwan wohl das Omega ergeben.
M16, der Adlernebel, ist wie immer recht kontrastarm und gibt auch mit UHC relativ wenig her - zumindest im Vergleich
mit M8, M20 und M17. Klar, der Nebel um die bäulichweißen Sterne ist zu sehen, aber irgendwelche Strukturen oder Details
können weder Bärbel noch ich ausmachen. Allerdings macht sich nach drei Stunden Spechteln auch Müdigkeit bemerkbar
und so beenden wir eine wahrhaft tolle Spechtelnacht, leider die einzig richtig gute in diesem Urlaub. Und das, wo man sonst
im September in der Ägäis drei Wochen wolkenlosen Himmel hat.
Nun ja, zu guter letzt noch ein paar Eindrücke von Milos:
Mavra Gremna
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Papafrangas
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Ergina's Taverna oder:
Gibt's hier denn nichts Vernünftiges zum Essen?
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Ormos Milou
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Wir hoffen, der Bericht hat Euch gefallen und war nicht zu ausufernd länglich!
Viel Grüße und clear skies,
Markus & Bärbel
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