Hallo Sternenfreunde!
Gestern abend wurds mal wieder Sternklar und so hab ich Monsterle mal wieder Ausgang aus
seinem Kellerverließ gewährt.
Für alle jetzt erstmal im Telegrammstil die Beobachtungsdaten:
Teleskop: Meade Starfinder 10" Newton auf äquatorialer Montierung mit 2-Achsensteuerung
Hauptspiegelbrennweite 1140mm, macht ein Öffnungsverhältnis von 1:4,5
Okulare: 26mm-Super-Plössl von MEADE, Serie 4000 (44-fache Vergrößerung)
6,3mm-Kellner von Bresser
5mm Eudiascopic von Baader
2x-Barlowlinse, Celestron ultima, 3-linsiger Achromat mit Luftspalt
Zeitpunkt: Montag, 04.09.2000 21:00-23:00
Objekte: Planetarische Nebel: NGC 7009 (Saturnnebel)
Kugelsternhaufen: M2
Offene Sternhaufen: h und chi Persei
Galaxien: M31
Eigentlich wollte ich ja noch meinen 1600er Film mit Astrophotos vollschießen, da ich
ab Samstag drei Wochen mit meiner Frau nach Griechenland in die Ostägäis abdüse. Folglich
bleibt Ihr im September von meinen Postings verschont :-)
Die motorische Nachführung läuft ja doch etwas genauer als die Handnachführung meines 4,5"-Newtons
und deshalb beschloß ich, die Piggipack-Kamera mit dem 500er-Tele 1:8 auszurüsten. Zunächst
hab ich h und chi in Perseus einmal 120 Sekunden und einmal 4 Minuten belichtet. Nachgeführt
bei 180x über das 6,3mm-Okular. Während der 4 Minuten waren praktisch keine Korrekturen nötig.
Das macht Hoffnung auf mehr. Dann wollt ich noch ein bissl spechteln und später noch M31 fotografieren.
So hab ich mir erstmal den Kugelsternhaufen M2 im Sternbild Aquarius angeschaut. EIn recht heller
Kugelsternhaufen mit einem relativ kleinen Zentrum. Sehr schön zu beobachten bei 180x, bei 228x aber
noch etwas detailreicher. Er wird zwar nicht ganz bis ins Zentrum aufgelöst, aber ist doch stark granulär
bis in die Zentralregion. Ansonsten sehr schön auflösbar. Im östlichen Randbereich fällt ein hellerer
Stern auf. Gehört der zu M2 oder steht der zufällig im Vordergrund? Die Farbe der Sterne war über den
gesamten Bereich vom M2 konstant weiß.
NGC 7009, der Saturnnebel, ebenfalls im Wassermann, war schön als ausgefranstes bläuliches Scheibchen
bei 44x zu sehen. Er erinnerte mich von der Farbe stark an den blinkenden planetarischen Nebel.
Bei 180x war er natürlich noch größer, aber nur ein weiß-grauer, verwaschener runder ausgefranster Fleck.
Keine weiteren Strukturen erkennbar, von wegen Saturnform oder Ähnlichem. Dafür stand er aber auch noch
zu knapp über dem Horizont.
Dann noch M31, bei 44x der sehr helle Kern und ein schwaches graues Nebelband nach links und rechts vom
Kern ausgehend quer durchs 1,2° Gesichtsfeld.
Hier wollte ich auch noch Bilder mit dem 500er Tele machen. Nur: Per Fernrohr stand M31 gut über dem
Giebel des Nachbarhauses. Die Kamera jedoch hab ich am Ende der sich mitdrehenden Gegengewichtsachse befestigt,
die ist also relativ knapp über dem Boden. Und hat natürlich voll auf Nachbars Hauswand gehalten :-(
Und dann kamen die unausweichlichen Wolken :-(((((
Fazit: Nur 2 Bilder zusätzlich, Film mit 10 von 24 Aufnahmen aus der Kamera
(die nächsten drei Tage solls schlechts Wetter werden) und abgebaut.
Heute geb ich den Film zum Entwickeln. Wenn die Bilder was werden, geb ich nach dem Urlaub mal bescheid.
Bis Anfang Oktober und clear skies
(vor allem auch an den regengeplagten Klarinetto)
Markus
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